Sommerekzem beim Pferd

Das Sommerekzem tritt i.d.R. im Zeitraum April bis Oktober auf und verläuft Teils phasenweise. Die Hochzeit des Sommerekzems ist meistens im Mai/Juni sowie im September. Sie ist allerdings von den ersten Kriebelmücken abhängig. Diese sind ab einer konstanten Temperatur um 8-10 Grad unterwegs.

Die Pferde leiden unter einem ständigen Juckreiz. Insbesondere bei warmen Temperaturen, wenn viele Kriebelmücken vorhanden sind oder wenn sie stark schwitzen, tritt der Juckreiz vermehrt auf.
Es wird versuchst, den Juckreiz durch kratzen und scheuern bei jeder Gelegenheit loszuwerden. Kein Baum, Tor oder Wand wird ungenutzt gelassen. Durch das ständige Kratzen entsteht neuer Juckreiz und somit ein Teufelskreis. Es entstehen kahle Stellen, die sich schnell zu nässenden und blutenden Wunden ausweiten. Diese Wunden infizieren sich leicht.

Behandlungsmöglichkeiten existieren u.a. in Form von homöopathischen Mitteln, bis hin zur konstitutionellen Behandlung. Sehr gute Erfahrungen wurden auch mit dem Mittel Gladiator Plus gemacht. Dieses können Sie bei uns versandkostenfrei bestellen. Wir möchten jedoch darum bitten, dass die Behandlung auf jedem Fall in Begleitung durch einen Tierheilpraktiker durchgeführt wird.

Zecken

Zecken sind Parasiten, die sich auf ihrem Wirt festbeißen, um Blut zu saugen. Sie können sowohl Tiere als auch Menschen befallen. Zecken befallen Mensch und Tier meist während Spaziergängen in bewaldeten Regionen oder Umgebungen mit Büschen. Sie bewirken Juckreiz im Bereich der Haut, in der sie sich festgebissen haben. Wenn viele Zecken auf einmal ein Tier befallen haben, können sie zu schweren Hauterkrankungen führen. Unglücklicherweise können Zecken über diese Hauterkrankung hinaus durch die Übertragung von Krankheiten schwere gesundheitliche Probleme hervorrufen. Zu diesen Erkrankungen gehören Virus-, Bakterien- und Protozoeninfektionen, wie z.B. die Borreliose.

Wie werden Zecken diagnostiziert?
Zecken sind schon mit bloßem Auge sichtbar. Wenn sie sich festgebissen haben, sieht man sie als braune oder grau-braune Umfangsvermehrungen auf der Haut. Besonders häufig sind Zecken im Bereich des Gesichtes, an den Ohren oder der Halsunterseite zu finden. Auch Achseln und Schenkelinnenbereich sind betroffen.

Wie werden Zecken behandelt?
Einzelne Zecken können mit speziellen Zeckenzangen entfernt werden. Dabei ist es ganz wichtig, nicht den Körper abzudrehen und den Kopf in der Haut zu belassen. Manchmal ist es am besten, dies den Tierarzt tun zu lassen.

Was kann man zur Vorbeugung tun?
Der Befall mit Zecken kann durch entsprechende Produkte verhindert werden. Dabei sollten Produkte bevorzugt werden, die möglichst unschädlich für unsere Haustiere sind. Nach jedem Spaziergang in Zeckengebieten sollten sie ihr Tier sorgfältig absuchen.

Sarkoptesräude

Auch genannt: Räude, Scabies, Sarkoptes

Was ist Sarkoptesräude?
Sarkoptesräude ist eine Infektion mit Sarkoptesmilben. Diese graben sich in Gängen durch die Haut und verursachen hierbei einen enormen Juckreiz. Sarkoptesräude zählt zu den Hauterkrankungen, die mit dem stärksten Juckreiz verbunden sind. Obwohl sie sich am gesamten Körper aufhalten können, leben sie besonders gern im Gesicht, an den Ohren, an Bauch, Brust und Beinen.

Wo kommen die Milben her?
Sarkoptesmilben werden durch Kontakt von Hund zu Hund übertragen, auch Füchse können z.B. bei Jagdhunden Ansteckungsquelle sein. Obwohl die Milben normalerweise ihren ganzen Lebenszyklus auf der Haut der befallenen Tiere verbringen, können beim Kratzen einige Milben herunterfallen. Diese sind in der Umgebung bis zu 3 Wochen infektionsfähig. Manche Hunde haben Sarkoptesmilben auf der Haut und zeigen gar keine Reaktion. Deshalb ist es ganz wichtig, nicht nur das befallenen Tier zu behandeln, sondern auch alle Tiere, die mit ihm Kontakt hatten.

Können Sarkoptesmilben auch Menschen befallen?
Ja, der Mensch ist zwar nur Nebenwirt und die Milben verlassen ihn bald wieder, aber sie können einen sehr unangenehmen und stark juckenden Hautausschlag verursachen. Wenn Sie entsprechende Symptome an sich bemerken, suchen Sie bitte Ihren Hautarzt auf.

Wie wird Sarkoptesräude diagnostiziert?
Man kann versuchen, mit einem Hautgeschabsel diese Milben nachzuweisen. Da sie oft nur in geringer Anzahl vorhanden sind, ist es oft schwierig, sie nachzuweisen. Sind die Symptome wie bei einer Sarkoptesräude und kann man die Milben nicht nachweisen, so kann der Nachweis von Antikörpern im Blut weiterhelfen. Auch eine diagnostische Therapie, eine Behandlung mit sicher wirksamen Medikamenten, kann eingesetzt werden.

Wie wird Sarkoptesräude behandelt?
Die Heilungsaussichten für Sarkoptesräude sind sehr gut. Ein Vielzahl von Medikamenten inform von Spülungen, Sprays, Injektionen und Spot-on-Präparate wirken zuverlässig. Die meisten Medikamente müssen mehrfach angewandt werden, um sowohl die erwachsenen Milben als auch alle Entwicklungsstadien abzutöten. In manchen Fällen sollte man auch eine Umgebungsdesinfektion mit entsprechenden Mittel durchführen. Einige Hunde haben einen so starken Juckreiz, daß sie sich selbst Schaden zufügen. Diese Tiere brauchen juckreizstillende Medikamente. Manche Tiere zeigen zu Beginn der Behandlung sogar noch eine Verstärkung des Juckreizes, dies läßt jedoch erfahrungsgemäß innerhalb von spätestens 2 Wochen nach.

Pyodermie

Auch genannt: Bakterielle Hautinfektion, Hautinfektion, Hautentzündung

Was ist Pyodermie?
Pyodermie werden Hautinfektionen genannt, die durch Bakterien verursacht werden. Diese Hautinfektionen können entweder nur die oberflächlichen Hautschichten betreffen oder tief in die Haut und sogar in das Unterhautgewebe vordringen. Verschiedene Bakterien können solche Infektionen hervorrufen. Juckreiz, Schuppen, Rötung, Krustenbildung und Hautverfärbung sind typische Symptome von Pyodermie. Sie kann prinzipiell jede Körperregion befallen; besonders häufig findet man sie jedoch in wenig behaarten Hautbezirken, also in den Achseln und im Schenkelinnenbereich.

Wann tritt Pyodermie auf?
Auch gesunde Haut ist von Bakterien besiedelt. Ein gut funktionierendes Abwehrsystem hält diese Bakterien unter Kontrolle. Unterdrückt jedoch eine andere Erktankung das Immunsystem der Haut, so kommt es zur krankhaften Vermehrung dieser Bakterien und zu einer Hautionfektion. Pyodermien werden also nicht durch Ansteckung von anderen Tieren erworben.

Der Erreger, der am häufigsten Hautinfektionen hervorruft, heißt Staphylococcus intermedius. Auch Menschen können Hautinfektionen durch Staphylokokken haben, hierbei sind aber andere Arten von Staphylokokken beteiligt. Ein Hund kann also sein Herrchen nicht mit seiner Hautinfektion anstecken. Bei manchen Tieren tritt solch eine Pyodermie einmalig auf, reagiert gut auf eine entsprechende Behandlung und kommt nie wieder. Bei einigen Tieren sorgt eine immunsupprimierende Erkrankung für ein ständiges Wiederkehren von Hautinfektionen. In diesen Fällen kann die Erkrankung nur beherrscht werden, wenn die Ursachen erkannt und behandelt werden.

Welche Faktoren rufen eine Pyodermie hervor?
Viele Erkrankungen könne Ursache einer Pyodermie sein. Am häufigsten tritt sie in Verbindung mit allergischen Hauterkrankungen wie Flohallergie, Atopie und Futtermittelallergie auf. Auch hormonelle Krankheiten wie Hypothyreose und Cushing-Erkrankung können Ursache sein. Einige Hunde haben schwere Erkrankungen des Immunsystems. Da die Pyodermie in nur ganz wenigen Fällen primäre Erkrankung ist, versuchen wir immer abzuklären, was die Hautinfektion ausgelöst hat. Dies kann manchmal sofort geschehen, manchmal ist es jedoch erst mal dringlicher, die Entzündungssymptome zu mildern, bevor man sich an weitere Untersuchungen macht.

Wie wird Pyodermie diagnostiziert?
Die Pyodermie wird in vielen Fällen durch eine klnische Untersuchung diagnostiziert. In manchen Fällen wird eine mikroskopische Untersuchung von Material von der Hautoberfläche mit einer Bakterienkultur oder einer Biopsie kombiniert.

Wie wird Pyodermie behandelt?
Wichtig ist die Abklärung der auslösenden Erkrankung. Wird sie behandelt, kann ein Wiederkehren der Infektion zumeist auch verhindert werden. Je nachdem, welche Erkrankung die Pyodermie ausgelöst hat, können hierfür entzündungshemmende Medikamente, Flohbehandlung, Futterumstellung oder Hormone eingesetzt werden. Die Infektion selbst wird mit Antibiotika und lokaler Therapie inform von Shampoos und Spülungen behandelt.

In den meisten Fällen reagieren die Hautinfektionen sehr gut auf die Behandlung mit Antibiotika. Ganz wichtig ist es, nicht gleich mit der Therapie aufzuhören, sondern mindestens 1 Woche über die Heilung hinaus zu behandeln. Wir vereinbaren meistens einen Kontrolltermin, wenn die Tiere noch unter Antibiotikatherapie stehen, um die weitere Behandlungsdauer ganz individuell auf den jeweiligen Patienten abstimmen zu können. Zeigt ein Tier immer wiederkehrende Hautinfektionen, so versuchen wir, diese eher mit Shampoos in den Griff zu bekommen, um dem Patienten zu lange Behandlungsperioden mit Antibiotika zu ersparen.

Für die Shampootherapie steht uns eine ganze Anzahl von sehr gut antibakteriell wirksamen Produkten zur Verfügung. Wichtig ist bei der Anwendung dieser Präparate die Einwirkzeit von mindestens 10 Minuten, denn nur dann können die Inhaltsstoffe voll ihre Wirkung entfalten und die krankmachenden Bakterien abtöten. Auch das gründliche, mindestens genau so lange Abspülen entfernt Shampooreste und Bakterien und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit.

Otitis

Otitis ist unter den Bezeichnungen Ohrenentzündung, Ohrzwang, Ohrmilben, Entzündung des äußeren Gehörganges bekannt.

Es handelt sich um eine Entzündung des Gehörganges. Man unterscheidet zwischen dem äußeren Gehörgang (Otitis externa), den inneren Gehörgang (Otitis interna) oder das Mittelohr (Otitis media). Begleitet wird die Entzündung häufig durch eine Infektion mit Bakterien oder Hefepilzen. Hunde sind häufige betroffen als Katzen.

Symptome sind i.d.R. Schmerzen an den Ohren, Kopfschütteln oder Kratzen. Ggfls. treten starker Geruch oder Ausfluss auf. Kopfschiefhaltung oder Gleichgewichtsprobleme kommen selten vor.

Ohrmilben / Auch genannt: Ohrzwang. Otodectes cynotis

Was sind Ohrmilben?
Ohrmilben sind kleine Parasiten, die in die Ohren und in die Haut von Katzen und Hunden eindringen und sich dort vermehren. Manchmal befallen sie auch andere Tierarten, wie z.B. Frettchen und auch den Menschen. Die Ohrmilben ernähren sich von abgestorbenen Hautzellen und Körperflüssigkeiten und sie fühlen sich besonders im äußeren Gehörgang sehr wohl. Hier sind sie Ursache für starke Entzündungssymptome, die sich durch ein Sekret zeigen, das so ähnlich wie Kaffeesatz aussieht. Vom Ohr aus können sie sich in seltenen Fällen auf andere Körperregionen ausbreiten und hier einen stark juckenden Hautausschlag bewirken. Diese Milben sind hochgradig ansteckend, besonders unter jungen Katzen.

Wie werden Ohrmilben diagnostiziert?
Ohrmilben werden durch die mikroskopische Untersuchung von Ohrsekret nachgewiesen. In manchen Fällen ist es nicht einfach, die Parasiten zu finden.

Wie werden Ohrmilben behandelt?
Die Art der Behandlung von Ohrmilben hängt davon ab, wie schwer die Symptome sind. Häufig werden Ohrentropfen verschrieben, die auch den Juckreiz der befallenen Tiere lindern können. Ist sehr viel Sekret im Gehörgang vorhanden, kann eine gründliche Ohrreinigung notwendig sein. Die Milben werden durch Behandlung mit speziellen Ektoparasitika abgetötet. Diese Medikamente wirken auch, wenn andere Körperregionen befallen sind. Gleichzeitig müssen alle Kontakttiere behandelt werden, egal ob sie Symptome zeigen oder nicht. Wirkstoffe, die zur Umgebungsdesinfektion bei Flohbefall eingesetzt werden, wirken auch gegen Ohrmilben. Ohrmilben können in der Umgebung drei Wochen und sogar länger überleben.

Akrale Leckdermatitis / Leckgranulom

Die Akrale Leckdermatitis ist eine Hauterkrankung, die durch das ständige Lecken des Hundes an den unteren Bereichen seiner Gliedmaßen entsteht.
Die Hunde lecken teilweise über Stunden ununterbrochen an dieser Stelle, was dazu führt, dass verdickte Hautbezirke entstehen, die sich häufig schwarz verfärben. Eine Abheilung der Wunde ist aufgrund des Leckens nicht möglich.

Das Problem bei dem Leckgranulom ist, dass sich das ständige Lecken zu einer Gewohnheit ausweitet, die auch bestehen bleibt, wenn der eigentliche Reiz nicht mehr vorhanden ist.
Gründe für das Entstehen eines Leckgranuloms können vielfältig sein, z.B. Langeweile, Streß, Allergie (juckende Hauterkrankungen), Schmerzen in Gelenken oder Knocken, Verhaltensstörungen.

Für die Behandlung eines Leckgranuloms gibt es keine Standardvorgehensweise. Erst nach genauer Ermittlung der Ursache können teilweise langwierige Behandlungen oder auch Verhaltenstherapien angesagt sein.

Kontaktallergie

Auch genannt: Kontaktdermatitis, Kontakt-Hypersensitivität, Kontaktekzem

Was ist Kontaktallergie?
Die Kontaktallergie ist eine Unverträglichkeitsreaktion, die bei Hund und Katze direkt nach Kontakt mit gewissen Materialien auftritt. Stoffe, die dafür bekannt sind, solche Reaktionen auszulösen, sind z.B. Desinfektionsmittel, Salze und auch starke Säuren oder Basen. Aber auch Düngemittel, Teppichreiniger, Seifen und Flohhalsbänder können manchmal für Kontaktallergien verantwortlich sein. Darüber hinaus zeigen manche Tiere sogar gegen Substanzen allergische Reaktionen, die normalerweise nicht reizend sind, wie z.B. Salben, Pflegemittel oder sogar Decken und Kissen. Bei diesen Tieren reagiert das Immunsystem übertrieben, nicht angemessen. Tiere mit einer Kontaktallergie weisen häufig juckende, gerötete Hautpartien an den Stellen des Körpers auf, die mit dem Kontaktallergen in Berührung gekommen sind. Dies sind meistens Pfoten, Bauch, Achseln, Hoden, also wenig behaarte Körperteile. Wird die Kontaktallergie durch lokal angewandte Medikamente, wie z. B. Ohrentropfen hervorgerufen, zeigen sich die Hautveränderungen nur in diesem Bereich.

Wie wird Kontaktallergie diagnostiziert?
Die Diagnose der Kontaktallergie wird durch die klinischen Symptome des Tieres und einen entsprechenden Vorbericht gestellt. In manchen Fällen gibt auch eine Hautbiopsie den endgültigen Hinweis zur Diagnose. Wogegen ein Tier reagiert, kann jedoch nicht mit einer Biopsie abgeklärt werden. Hierzu kann ein sogenannter Patch-Test durchgeführt werden, eine Untersuchung die allerdings sehr selten in der Tiermedizin zur Anwendungkommt.

Wie wird Kontaktallergie behandelt?
Wenn es möglich ist, die auslösende Substanz herauszufinden, so sollte diese natürlich vermieden werden. Dies ist nicht in jedem Fall möglich und hier kommen dann entweder kurzfristig wirksame Cortison-Präparate zum Einsatz oder andere Stoffe, die die Haut schützen.

Hauttumor

Unter Hauttumoren versteht man jedes unregelmäßige Zellwachstum in der Haut von Hunden oder Katzen. Sie können überall am Körper entstehen, auch im äußeren Gehörgang und im Bereich des Nagelbettes. Tumoren können in der Tiefe der Haut, in den äußersten Hautschichten oder irgendwo dazwischen entstehen. Sie können aussehen wie oberflächliche Knoten, tiefe Schwellungen oder sogar wie nicht heilende Wunden. Manche Tumoren sind fest, andere stellen sich als flüssigkeitsgefüllte Zysten dar. Manchmal findet man nur einen Tumor, häufig mehrere auf einmal. Hauttumoren sind bei Hunden sehr häufig, bei Katzen seltener. Tumoren entstehen, wenn Zellen in der Haut stärker vermehren als normal. Die meisten Hauttumoren bei Hunden und Katzen sind gutartig, jedoch ist es von großer Bedeutung, die gutartigen von den bösartigen zu unterscheiden.

Wie werden Hauttumoren diagnostiziert?
Bei Hunden und Katzen können jegliche Art von Hauttumoren beobachtet werden, aber einige Tumorarten kommen häufiger vor als andere. In den meisten Fällen braucht man eine Biopsie zur Diagnose. Diese kann auf unterschiedliche Weise genommen werden. Die einfachste und schnellste Art ist die Feinnadelbiopsie. Hierbei werden mit einer Spritze mit aufgesetzter Kanüle einige Zellen aus dem Inneren der Umfangsvermehrung entnommen. Diese Art der Biopsie gibt uns nicht in allen Fällen alle Informationen über den Tumor, braucht jedoch weder Anaesthesie noch chirurgisches Eingreifen.

Wenn wir mehr Informationen über den Tumor brauchen, empfehlen wir eine chirurgisch entnommene Biopsie, die dann durch einen speziellen Pathologen untersucht werden sollte. Hierzu ist oft eine Sedation oder Anaesthesie notwendig, obwohl kleinere Tumoren schon mit einer Lokalanaesthesie entnommen werden können. Manchmal entfernen wir den ganzen Tumor, manchmal nur einen kleinen Teil davon.

Wie werden Hauttumoren behandelt?
Die Behandlung von Hauttumoren hängt von der Tumorart ab. Viele Tumoren werden operativ entfernt und brauchen keine weitere Behandlung. Einige Tumoren kann man mit speziellen Medikamenten zur Rückbildung bringen oder in ihrer weiteren Entwickung einschränken.

Futtermittelallergie

Was ist Futtermittelallergie?
Hunde und Katzen können ähnlich wie Menschen allergisch auf Futtermittelbestandteile reagieren. Einige dieser Tiere haben nur Hautsymptome in Form von Juckreiz, wenn sie das betreffende Futter essen. Andere Tiere zeigen auch Magen-Darm-Symptome wie z.B. Durchfall und Erbrechen. Tiere können gegen jeden Bestandteil eines Futters Allergien entwickeln. Die meisten handelsüblichen Futtermittel enthalten Hühnchen, Rindfleisch, Milchprodukte, Eier, Soja und Mais. Deshalb sind diese Bestandteile auch häufig auslösende Ursache von Futtermittelallergien, aber auch jedes andere Produkte, wie z.B. Leckerli und Ergänzungsfuttermittel können Allergien hervorrufen. Dabei ist es nicht von Bedeutung, welche Qualität oder Preis das Nahrungsmittel hat. Futtermittelallergien verschwinden auch meistens nicht, wenn man von einem Hersteller zum anderen wechselt.

Wie wird Futtermittelallergie diagnostiziert?
Leider kann weder ein Bluttest noch ein Allergietest die Diagnose Futtermittelallergie stellen. Der einzige Weg zur Diagnose ist zur Zeit die Druchführung einer sog. Ausschlußdiät für eine Zeitspanne von mindestens 8-10 Wochen. Diese Ausschlußdiät soll nach Möglichkeit aus Bestandteilen bestehen, die das Tier vorher noch nie gegessen hat. Während dieser 8-10 Wochen darf nur die Ausschlußdiät gegeben werden – keine Essensreste, keine Belohnerli und auch keine Vitaminpräparate. Der einzige Weg, eine aussagefähige Eliminationsdiät durchzuführen, besteht in einer strengen und konsequent durchgeführten Diät.

Warum muß solch eine Eliminationsdiät 8-10 Wochen dauern?
In klinischen Versuchen hat sich gezeigt, daß bei einigen Tieren ein einmal aufgenommenes Futtermittel bis zu 13 Wochen für Juckreiz verantwortlich sein kann. Wir empfehlen entweder ein spezielles Fertigfutter oder ein selbst zubereitetes Futter. Der Vorteil vom Fertigfutter ist, daß es bequemer für den Besitzer zu füttern ist und alle notwendigen Futtermittelbestandteile in ausreichender Menge enthält. Der Vorteil von selbst zubereitetem Diätfutter ist, daß keine Konservierungsmittel oder andere unbekannte Bestandteile vorhanden sein können. Wenn wir vermuten, daß solche Stoffe Auslöser für die Futtermittelallergie sind, empfehlen wir die Gabe einer selbst zubereiteten Allergiediät.

Bei vielen Tieren wird gleichzeitig mit der Eliminationsdiät noch eine Therapie mit anderen Medikamenten durchgeführt. Bei der Durchführung einer Eliminationsdiät ist es ganz wichtig sicher zu stellen, daß die Verbesserung des Juckreizes sicher durch die Eliminationsdiät bedingt ist. Deshalb empfehlen wir nach Beendigung der Eliminationsdiät, das ursprüngliche Futter wieder für 1-2 Wochen zu geben. Dies wird Provokationstest genannt. Erst wenn nach dem Provokationstest wieder Juckreizauftritt, kann die Diagnose Futtermittelallergie als sicher angesehen werden. Zeigt Ihr Tier nach diesem Belastungstest wieder vermehrten Juckreiz, kehren sie bitte wieder zu dem Diätfuttermittel zurück. Da man sicher sein kann, daß ihr Tier dieses gut verträgt, sollte sich der Juckreiz hierdurch schnell wieder vermindern.

Erst dann testet man nach und nach, welches Futter für Ihr Tier geeignet ist. Hierzu gibt man im Zehntageabstand einen Futterbestandteil, wie z.B. Rindfleisch oder Schweinefleisch oder Reis. Erst wenn nach 10 Tagen keine Verstärkung des Juckreizes aufgetreten ist, kann man diesen neuen Futtermittelbestandteil gedanklich auf die Liste der Futtermittel setzen, die Ihr Tier verträgt.

Lamm und Reis, die optimale Allergiediät?
Viele Tierbesitzer geben Lamm und Reis, wenn ihr Tier Hautprobleme hat. Dies hängt damit zusammen, daß in früheren Jahren Dermatologen Lamm und Reis als Ausschlußdiät empfohlen haben. Zu dieser Zeit wurde Lammfleisch nur selten für Tierfuttermittel verwandt. Heutzutage ist es ein häufiger Bestandteil von Hundefuttern. Deshalb ist es für die Durchführung einer Ausschlußdiät nicht mehr geeignet. Die meisten kommerziellen “Allergiefutter” sind nicht geeignet, weil sie zu viele unterschiedliche Bestandteile enthalten, die in den meisten Fällen noch nicht einmal deklariert sind.